Nachhaltigkeit geht Hand in Hand mit Digitalisierung und Innovation

Nachhaltigkeit geht Hand in Hand mit Digitalisierung und Innovation

Nachhaltigkeit ist mehr als ein Hype, davon ist man bei ENGEL überzeugt. Es steht ein breites Spektrum ausgereifter digitaler Lösungen zur Verfügung. Jetzt geht es darum, dieses so zu nutzen, dass Spritzgießproduktionen im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens betrieben werden. ENGEL hat dabei den gesamten Produktlebenszyklus, vom Design über die Konstruktion und Produktion bis zum Recycling im Blick.

Die Anforderungen an eine nachhaltige Spritzgießproduktion sind hoch, können aber mit den richtigen Lösungen gemeistert werden. Digitalisierung und Innovation eröffnen hier viele Chancen. Mit einem neuen Verfahren macht es ENGEL möglich, Kunststoffabfälle direkt nach dem Vermahlen als Flakes im Spritzguss zu verarbeiten.

Mit Digitalisierung CO2-Emissionen reduzieren
„Die Digitalisierung hilft uns, das volle Potenzial der Spritzgießmaschinen auszuschöpfen und damit effizienter zu produzieren“, sagt Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe. Eine aktuelle Studie von Accenture im Auftrag von bitkom prognostiziert, dass sich mithilfe der Digitalisierung die heutigen CO2-Emissionen deutscher Betriebe um bis zu 58% reduzieren lassen. Der Fertigungsbereich hat daran mit 23% einen besonders großen Anteil. „Wenn wir die Digitalisierung wirklich nutzen, erscheinen uns die CO2-Reduktionsziele, die uns von der Politik vorgegeben werden, auf einmal nicht mehr unmöglich“, so Engleder.

Mit dem Übergang auf horizontale Plattformen, der von ENGEL und weiteren Unternehmen der Kunststoffindustrie aktiv vorangetrieben wird, rückt die gesamte Wertschöpfungskette in den Fokus. Applikationen und auch Unternehmen vernetzen sich entlang der Wertschöpfungskette, um Informationen und Daten auszutauschen. Davon profitiert die Kreislaufwirtschaft.

„Unser Ziel ist es, das bislang vorherrschende Downcycling von Materialien durch ein Re- oder sogar Upcycling abzulösen“, sagt Engleder, „und das funktioniere nur, wenn Daten über den gesamten Produktlebenszyklus, das heißt entlang der Wertschöpfungskette, ausgetauscht werden.“ So ermöglicht beispielsweise ein digitales Wasserzeichen, das unsichtbar auf Verpackungen angebracht wird, ein gezielteres Sortieren von Kunststoffabfällen und damit ein sortenreines, hochwertiges Recycling.

„Als Mitglied der Kunststoffindustrie tragen wir eine große Verantwortung, eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe aufzubauen. Wir engagieren uns deshalb stark für dieses Ziel.”

ENGEL

Kunststoff-Flakes direkt verarbeiten
Mit einem neuen Verfahren macht es ENGEL möglich, Kunststoffabfälle direkt nach dem Vermahlen als Flakes im Spritzguss zu verarbeiten. Da ein kompletter Prozessschritt, die Granulierung, entfällt, steigert die Innovation die Kosteneffizienz im Kunststoffrecycling deutlich. Kürzlich präsentierte ENGEL den neuen Zwei-Stufen-Prozess erstmalig dem Fachpublikum und zeigte das große Potenzial auf.

Schlüssel für die Verkürzung des Recyclingprozesses ist die Aufteilung von Plastifizieren und Einspritzen in zwei voneinander unabhängige, aufeinander sehr gut abgestimmte Prozessschritte. Der zweistufige Prozess macht es möglich, auf der Spritzseite der Spritzgießmaschine einen Schmelzefilter und eine Entgasungseinheit zu integrieren, sodass auch aus verunreinigten Kunststoffflakes Produkte mit einer konstant hohen Qualität erhalten werden.

Mit der Innovation leistet ENGEL einen weiteren Beitrag zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe. Das Granulieren des Recycling-Mahlguts ist ein energieintensiver Prozess, der in der Regel zudem einen logistischen Aufwand erfordert. Kann dieser Schritt eingespart werden, wird die CO2-Bilanz verbessert und die Recyclingkosten reduziert.

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