Stop Food Waste Day: Verpackungen sind ein wichtiger Hebel im Kampf gegen Lebensmittel-verschwendung

Stop Food Waste Day: Verpackungen sind ein wichtiger Hebel im Kampf gegen Lebensmittel-verschwendung

Am 27. April findet der diesjährige „Stop Food Waste Day“ statt, der das Thema „Lebensmittelverschwendung“ ins Zentrum der Öffentlichkeit rücken soll. Nach wie vor gehen weltweit rund ein Drittel aller Lebensmittel verloren oder werden weggeworfen. Das ist inakzeptabel. Die Mitglieder der Plattform Verpackung mit Zukunft sagen der Lebensmittelverschwendung mit optimierten Verpackungen und der Etablierung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft den Kampf an. Jeder einzelne Teil entlang der Wertschöpfungskette, ob Unternehmen oder Konsument:in, kann hier einen Beitrag leisten.

Der Umgang mit Lebensmitteln hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Während in der Generation unserer Eltern und Großeltern mit Lebensmitteln noch sehr achtsam umgegangen wurde, wird inzwischen mindestens ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion unnötig weggeworfen.

Auch wenn die Nahrungsmittelaufnahme ein menschliches Grundbedürfnis darstellt, hinterlässt die Herstellung von Lebensmitteln einen gewissen CO2-Ausstoß und belastet natürliche Ressourcen der Erde. Umso wichtiger ist es daher, die gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungskette zu analysieren und die Ausmaße der Verschwendung, angefangen bei der Landwirtschaft bis hin zum privaten Haushalt aufzudecken und zu minimieren.

Zahlen auf einen Blick:
8% der Treibhausgasemissionen entstehen jedes Jahr durch Lebensmittelverlust und -verschwendung.
33%, also ein Drittel aller Lebensmittel, gehen weltweit entlang der Wertschöpfungskette verloren oder werden weggeworfen. (vgl. stop-foodwasteday.com)
206.000 Tonnen vermeidbarer Lebensmittelabfälle werden jährlich allein in österreichischen Haushalten produziert. Die Ursachen sind schlechte Planung, ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum, eine falsche Lagerung und oftmals auch fehlende Aufklärung zum Thema.
Durch optimierte Verpackungen können Lebensmittelabfälle um bis zu 75% reduziert werden. Das wiederrum bedeutet:
10-25 Tage halten Lebensmittel wie Gemüse, Milchprodukte oder Fleisch in Kunststoff verpackt länger, als unverpackte Produkte.

„Je länger ein Produkt durch eine Verpackung haltbar gemacht wird, desto mehr Abfälle können vermieden werden.”

Plattform Verpackung mit Zukunft

Grundsätzlich kann man sagen, dass Verpackungen vermieden oder reduziert werden sollen, wo diese für den Produktschutz oder andere Anforderungen nicht zwingend nötig sind, und durch das Weglassen der Verpackung nicht mehr Lebensmittelabfall entsteht. Optimierte Verpackungen erzeugen praktisch immer ökologische Vorteile. Im Durchschnitt ist der ökologische Fußabdruck des verpackten Lebensmittels selbst etwa 30 Mal höher als der Fußabdruck der Verpackung. Der Umweltnutzen durch vermiedene Abfälle ist meist 5 bis 10 Mal höher als der Umweltaufwand für die Verpackung. Bei Lebensmitteln mit hohem Produktionsaufwand, wie etwa Fleisch oder Käse, zahlt sich Produktschutz deshalb besonders aus. (vgl. Leitfaden; Lebensmittel | Verpackung | Nachhaltigkeit; Stop waste – save food)

Das Forschungsprojekt „STOP waste – SAVE food“ hat einige Gebote zum Thema zusammengefasst. Unter anderem wurde festgehalten, dass die Entwicklung von optimierten Verpackungen und die weitere Reduktion von Lebensmittelabfällen besonders gut gelingt, wenn die betroffenen Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette kooperieren. Hier sind die Mitglieder der Plattform Verpackung mit Zukunft mit ihrem Zusammenschluss am richtigen Weg. Ganzheitliche Verpackungslösungen können nur gemeinsam gefunden werden. Die Mitglieder sind außerdem, genau wie das Forschungsteam des „STOP waste – SAVE food“-Projekts, davon überzeugt, dass alle Verpackungsmaterialien ihre Daseinsberechtigung haben. Es muss deshalb immer von Fall zu Fall beurteilt werden, welche Verpackungslösung die klügste und nachhaltigste ist. Im Zentrum der Überlegungen steht dabei immer der geringstmögliche ökologische Fußabdruck.

Die Mitglieder der Plattform Verpackung mit Zukunft leisten bereits auf unterschiedlichste Weisen ihren Beitrag, um Lebensmittelverschwendung zu minimieren.

Nachfolgend ein paar Best-Practise-Beispiele:

Danone und Too Good To Go: Als verantwortlicher Teil der Lebensmittelversorgungskette arbeitet Danone aktiv daran, Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen: Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die eigenen Lebensmittelverluste bis 2025 um 50% zu reduzieren. Die “Oft Länger Gut”-Initiative zusammen mit Too Good To Go soll zudem Konsument:innen für eine richtige Verwendung des Mindesthaltbarkeitsdatums sensibilisieren, sodass auch im Haushalt weniger Lebensmittel weggeworfen werden.

Konsument:innen sollten die korrekte Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums kennen. Viele Produkte können noch lange danach konsumiert werden. Zuerst „schauen, riechen, schmecken“ – statt übereilt wegwerfen. (vgl. Leitfaden; Lebensmittel | Verpackung | Nachhaltigkeit; Stop waste – save food)

Der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln ist auch dem Unternehmen Saubermacher ein großes Anliegen. Dafür haben sie eine neue Rezeptsammlung ins Leben gerufen: Die Saubermacher Restl-Rezepte. Probieren Sie selbst eines der cleveren Rezepte aus, bevor Ihre Lebensmittel im Müll landen.

Constantia Flexibles sorgt dafür, dass sich der Einsatz ihrer Verpackungen gegen Lebensmittelverschwendung aus ökologischer Sicht noch stärker lohnt. Sie setzen auf den gesamten Lebenszyklus von Produkten und deren Ökobilanz. Mit ihren Life Cycle Assessments (LCA), haben sie ein leistungsfähiges Instrument zur Messung der potenziellen Umweltbelastung im Einsatz. Von der Rohstoffgewinnung, über die Herstellung, bis zur Abfallbehandlung werden Umweltauswirkungen entlang des Produktlebenszyklus bewertet und Informationen über den potenziellen ökologischen Fußabdruck der verschiedenen Verpackungsprodukte gewonnen. So kann die umweltfreundlichste Lösung gefunden werden und zum Schutz der Produkte gegen vorzeitiges Verderben eingesetzt werden.

Eierverpackungen von Ovotherm bestehen aus 100% recyceltem Material. Eine detaillierte Ökobilanz-Studie von denkstatt bestätigt, dass R-PET-Eierverpackungen aus 100% recyceltem PET sowohl den niedrigsten CO2-Fußabdruck als auch die höchste Rohstoff-Effizienz im Vergleich zu sämtlichen derzeit für den Markt relevanten Eierverpackungen aufweisen. Die Eier sind bestmöglich geschützt. Weniger Lebensmittelabfall ist die Folge.

Diese und viele weitere Initiativen der Mitglieder der Plattform Verpackung mit Zukunft entsprechen auch der Vision der Plattform. Die Mitglieder kooperieren entlang der Wertschöpfungskette, um mit den richtigen Verpackungen der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen.
Let’s Stop Food Waste together!