Aluminiumverpackungen: Wissenswertes zu Material Nutzung und Entsorgung
Warum wird Aluminium für Verpackungen verwendet?
Aluminium wird überall dort eingesetzt, wo Produkte besonders gut vor äußeren Einflüssen geschützt werden müssen, zum Beispiel bei Kaffee, Schokolade, Tierfutter oder Medikamenten.
Der Grund dafür sind seine außergewöhnlichen Barriereeigenschaften: Aluminium schützt zuverlässig vor Sauerstoff, Feuchtigkeit und Licht – drei Faktoren, die Lebensmittel schneller verderben lassen oder ihre Qualität beeinträchtigen.
Das Besondere dabei: Aluminium muss gar nicht dick sein, um stark zu schützen. Schon eine hauchdünne Schicht wirkt wie ein Schutzschild. Anders als ein poröses Material ist Aluminium sehr dicht. Sauerstoff, Feuchtigkeit oder Licht können kaum hindurchdringen, wodurch Geschmack, Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe länger erhalten bleiben.
Wusstest du, dass…?
Aluminium muss gar nicht dick sein, um stark zu schützen. Schon wenige Mikrometer reichen aus, um eine nahezu vollständige Barriere gegen Sauerstoff, Feuchtigkeit und Licht zu bilden.
Diese Schutzfunktion hat auch einen Nachhaltigkeitsaspekt: Wenn Lebensmittel länger frisch bleiben, müssen weniger Produkte weggeworfen werden. Eine gut gewählte Verpackung kann somit helfen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren – und das ist ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz.
Wann macht Aluminium Sinn?
Aluminium ist besonders dann die richtige Verpackungslösung, wenn Produkte empfindlich sind oder eine lange Haltbarkeit benötigen. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes Produkt braucht eine Aluminiumverpackung. Die beste Verpackung ist immer jene, die zum Produkt und seinem Verwendungszweck passt, also genau so viel Schutz bietet, wie tatsächlich notwendig ist.
Was passiert mit Aluminiumverpackungen nach der Entsorgung?
Aluminium ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff.
Wird eine Aluminiumverpackung richtig entsorgt, beginnt ein neuer Kreislauf.
Der Weg einer Aluminiumverpackung:
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Aluminiumverpackungen werden über die Verpackungssammlung (in Österreich: Gelbe Tonne oder Gelber Sack) gesammelt.
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In Sortieranlagen wird Aluminium mithilfe sogenannter Wirbelstromabscheider (Eddy Current Separator) von anderen Materialien getrennt. Aluminium ist elektrisch leitfähig und kann dadurch zuverlässig aussortiert werden.
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Rückstände, Beschichtungen oder Druckfarben werden entfernt und das Material wird gereinigt. Anschließend wird das Material zerkleinert.
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Das saubere Aluminium wird eingeschmolzen und zu neuem Material verarbeitet.
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Aus dem recycelten Aluminium entstehen neue Verpackungen oder andere Aluminiumprodukte.
Das Besondere: Aluminium bleibt als Material erhalten und kann immer wieder eingesetzt werden.
Kann Aluminium unendlich oft recycelt werden?
Kurz gesagt: Ja, nahezu.
Aluminium verliert beim Recycling nicht seine Materialeigenschaften. Es kann deshalb immer wieder eingeschmolzen und erneut verarbeitet werden.
Die eigentliche Grenze liegt nicht im Material selbst, sondern im Recyclingprozess: Kein technisches System arbeitet zu 100% verlustfrei. Kleine Materialverluste entstehen beispielsweise durch Sortierung oder Verarbeitung.
Deshalb gilt: Je besser Aluminium gesammelt und recycelt wird, desto mehr Material bleibt im Kreislauf.
Bis zu 95%
Wusstest du, dass…?
Durch das Recycling von Aluminium können bis zu 95% der Energie eingespart werden, die für die Herstellung von neuem Aluminium benötigt wird.
Die Herstellung von neuem Aluminium ist sehr energieintensiv. Der aufwendigste Schritt ist die Gewinnung von metallischem Aluminium aus Aluminiumoxid. Beim Recycling entfällt genau dieser Schritt.
Das macht Aluminium-Recycling zu einem wichtigen Baustein der Kreislaufwirtschaft.
Aluminium richtig entsorgen: 5 Tipps für den Alltag
Damit Aluminium recycelt werden kann, kommt es auf die richtige Entsorgung an.
1. Aluminium gehört in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Dort gelangt es in den Verpackungsrecyclingkreislauf.
2. Verschiedene Materialien trennen. Besteht eine Verpackung aus mehreren Komponenten (z. B. Kunststoffbecher mit Aluminiumdeckel), sollten diese getrennt entsorgt werden.
3. Aluminiumfolie nicht zu winzigen Kugeln zerdrücken. Sehr kleine Folienstücke können in Sortieranlagen schwerer erfasst werden. Größere Stücke oder locker zusammengelegte Folie sind besser.
4. Verpackungen restentleert entsorgen. Leichte Lebensmittelreste sind meist kein Problem. Wichtig ist, dass die Verpackung möglichst leer ist.
5. Nicht in den Restmüll werfen. Nur getrennt gesammeltes Aluminium kann recycelt und als Rohstoff erhalten werden.
Mythos oder Fakt? 10 Irrtümer über Aluminiumverpackungen
Teste dein Wissen über Aluminiumverpackungen:
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Mythos.
Schon sehr dünne Aluminiumschichten bieten eine hohe Schutzwirkung.
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Mythos.
Verpackungen schützen Lebensmittel vor Sauerstoff, Licht und Feuchtigkeit und verlängern dadurch ihre Haltbarkeit.
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Fakt.
Besonders bei Kaffee oder Gewürzen verhindert Aluminium, dass Aromen verloren gehen.
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Mythos.
Aluminium zeigt, dass leicht und gleichzeitig leistungsfähig möglich ist.
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Mythos.
Materialien besitzen unterschiedliche Barriereeigenschaften und erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
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Fakt.
Bei korrekter Sammlung und Recycling bleiben die Materialeigenschaften erhalten.
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Mythos.
Eine Verpackung kann Lebensmittel schützen und dadurch Lebensmittelverschwendung vermeiden.
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Fakt.
Die Barriere schützt Qualität und Sicherheit über einen längeren Zeitraum.
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Mythos.
Die beste Verpackung ist immer die, die zum Produkt passt (fit for purpose).
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Fakt.
Richtige Entsorgung entscheidet darüber, ob Aluminium im Kreislauf bleibt.
Fazit: Aluminium schützt nicht nur Produkte, sondern auch Ressourcen
Aluminiumverpackungen erfüllen dort eine wichtige Aufgabe, wo Produkte besonders gut geschützt werden müssen. Ihre Barriereeigenschaften helfen dabei, Lebensmittel, Medikamente oder andere empfindliche Produkte länger haltbar und sicher zu machen.
Gleichzeitig ist Aluminium ein wertvoller Rohstoff für die Kreislaufwirtschaft: Wird es richtig gesammelt und recycelt, bleibt das Material im Kreislauf und kann immer wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden.
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